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Religious and Human rights In VietNam

 

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To:  Bundeskanzleramt

An das Bundeskanzleramt St. Ottilien, 27.09.2008
Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel Willy-Brand-str.1
10557 Berlin
Betrifft: Unterdrückung und brutale Gewalt gegenüber dem Erzbischof von
Hanoi, Ordensleuten und Gläubigen in Vietnam
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
In dieser Stunde sind noch immer zahlreiche Katholiken im Gefängnis auf unbestimmte Zeit. Der Erzbischof von Hanoi und die Leiter der Kongregation der Redemptoristen in Hanoi wurden Opfer von einer Regierungskampagne durch öffentliche Diffamierungen. Es soll Klage gegen sie für etwas erhoben werden, was sie nicht zu verantworten haben. Die Regierung beschuldigt sie der Anstiftung und der Organisation von Protesten der Gläubigen, um damit öffentliche Sympathie zu gewinnen. Kirchlicher Besitz einschließlich der Bauten und religiösen Gegenstände wurden am helllichten Tag zerstört. Ganz zu schweigen von den Priestern und den friedlichen Menschen, die täglich belästigt und von brutalen Schlägern terrorisiert werden. Bei diesen brutalen Übergriffen handelt es sich immer unschuldige Opfer. Wir, die katholische Kirche als Ganzes, sind jetzt Opfer der Regierung.

Seit dem 18. 12. 2007 kommen die Katholiken von Hanoi täglich zum Gebet und Mahnwachen außerhalb der ehemaligen Nuntiatur zusammen. Sie fordern die Rückgabe des Gebäudes, das 1959 rechtswidrig durch das kommunistische Regime enteignet wurde. Die Proteste kamen nur zum Stillstand, weil die Regierung einverstanden war, dass das Eigentum am 01. 02 2008 zurückgegeben wird. Es wurde von beiden Seiten vereinbart, dass diese Rückgabe schrittweise von der vietnamesischen Regierung durchgeführt werden sollte. Leider hat sie es erreicht, diesen Prozess durch verschiedene bürokratische Manöver zu verzögern.

Der Konflikt eskalierte, als am 19. 09. 2008 die Regierung überraschend den Abriss der Nuntiatur angekündigte. Diese Maßnahme steht eindeutig im Widerspruch mit der Politik des Dialogs, den die katholische Kirche und vietnamesische Regierung verfolgt haben. Es ist in der Tat beleidigend, dass die legitimen Bestrebungen des Erzbistums Hanoi nicht per Gesetz festgeschrieben wurden. Das gegebene Ehrenwort der Regierung an unsere Kirche in Vietnam wurde nicht gehalten.

Auch in der Thai Ha Gemeinde, wo Redemptoristen Priester und ihre Gläubigen seit jeher die Rückgabe ihres Eigentums fordern, das nach dem Genfer Abkommen von 1954 von der Regierung illegal beschlagnahmt wurde. Der Protest wird mit friedlichen Mahnwachen fortgesetzt. Es kam zu einem öffentlichen Aufschrei und Protest, als die Thai Ha Gemeindemitglieder erfahren haben, dass die lokalen Regierungsbeamten heimlich ihr Land an private Einrichtungen verkauft hatten. Als Opfer hatten sie in ihrer Verzweiflung keine andere Wahl als diese friedlichen Proteste, die im völligen Einklang mit dem vietnamesischen Gesetz zur Forderung nach Gerechtigkeit von den Behörden seit dem 5. 01. 2008 stehen.

Die vietnamesische Regierung hat darauf mit einem großen Einsatz von Polizei, Polizeihunden, Sicherheitskräften und Milizen geantwortet. Es wurden sogar Street-Gang-Mitglieder eingesetzt, um terroristische Ziele umzusetzen.

Erst letzten Monat hat die kommunistische Regierung gegen das Erzbistum Hanoi eine Kampagne durchgeführt. Es war eine ständige Bedrohung durch die Verwendung von "extremen Aktionen" gegen katholische Priester. Es folgte eine Reihe von Verzerrungen und Spott gegen Gläubige und die Kirche. Darüber hinaus entzündeten öffentliche Empörungen eine negative Stimmung gegen Priester von Hanoi und die Kirche als Ganzes. Die Kampagne hatte weitere Verhaftungen und Gewalt zur Folge. Zahlreiche Priester und Laien wurden brutal von der Polizei geschlagen, weil sie am 28.08. 2008 friedlich die Freilassung der Inhaftierten forderten.

Auf dem Gelände des Redemptoristen-Klosters warf die Polizei Tränengas unter die Gläubigen, die an einer religiösen Prozession am Sonntag, den 31. 08. 2008 teilnahmen. Mehr als 30 Gläubige, die meisten von ihnen waren Frauen und Kinder, erlitten Verletzungen der Atemwege durch das Tränengas. 20 Personen mussten sogar ins Krankenhaus. Es kam noch schlimmer, denn Street-Gang-Mitglieder griffen eine Kapelle an der Kirche an. Dies geschah in der Nacht vom Sonntag, den 21. 09. bis zum frühen Montagmorgen, den 22. 09. 2008. Die Polizei und die Beamten der Stadt schauten zu, ohne einzugreifen.

Am Abend des gleichen Tages kam eine Bande von mehr als 200 Jugendlichen, die das blaue T-Shirts der kommunistischen Jugend-Liga trugen. Sie schikanierten die Thai Ha- Gemeinde. Sie spuckten unseren Priestern, den Ordensleuten und auch den Gläubigen ins Gesicht. Es kam andere Schlägergruppen. Sie schändeten mit gebrauchtem Motoröl und stinkender Flüssigkeit (Fischsauce) den Altar, der mit religiösen Symbolen und einer Statue Unserer Lieben Frau geschmückt war. In Hanoi wurden auf dem Gelände der Nuntiatur Kreuze und Mutter-Gottes-Statuen auf respektlose Weise entfernt.
Eine Erklärung des Erzbischofs Josef Ngo Quang Kiet wurde durch das Volkskomitee von Hanoi nicht korrekt, sondern verzerrt wiedergegeben. Es wurde ihm Machtmissbrauch unterstellt. Sein Patriotismus wurde in einem offensichtlichen Versuch durch die staatlichen Massenmedien in Frage gestellt. Sie verbreiteten negative gesellschaftliche Gefühle gegen den Erzbischof und die Kirche, die ihrerseits keine Gelegenheit bekamen, diese Geschichte von ihrer Seite aus darzustellen.

Eine Reihe von Angriffen gegen die Katholiken war die Folge der Regierungskampagne. Eine regelrechte allgemeine Hasskampagne gegen die Kirche ist ausgebrochen. Die Kirchen wurden geplündert. Statuen und Bücher wurden zerstört. Es wurden Morddrohungen gegen den Klerus und gegen die katholischen Gläubigen und im Besonderen gegen den Erzbischof von Hanoi geschrien. Diese Gewalttaten sind wissentlich geschehen vor einer großen Zahl von Beamten und der Polizei, aber sie haben nichts zum Schutz der Katholiken getan. Sie behaupteten, dass durch diese Maßnahmen "die Wut der Bevölkerung" zum Ausdruck komme.

Zwischen Kirche und Staat bestehen Spannungen, die sich kontinuierlich aufbauen und zum wirklichen Blutvergießen führen können. Wir hoffen verzweifelt, dass Sie Maßnahmen ergreifen werden und bitten Sie, folgende Fragen an das Regime in Hanoi zu stellen:

1. Stoppen Sie die Medienkampagne gegen den katholischen Klerus, ihre Gläubigen und die Kirche als Ganzes.

2. Stoppen Sie die Verfolgung des katholischen Klerus und ihrer Gläubigen; lassen Sie die religiösen Einrichtungen unversehrt.

3. Respektieren Sie Ihre eigenen Gesetze und geben Sie das Eigentum der Nuntiatur und des Redemptoristen-Klosters in Thai Ha, Hanoi an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurück.

Deutschland hat eine lange Tradition als ein „Leuchtturm“ der Beschützer der Religionsfreiheit und der Menschenrechte in der ganzen Welt. Ein Leuchtturm, der Schaden für die Menschheit verhindert. Respektvoll bitten wir, dass Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass die Regierung von Hanoi alle Arten von gewaltsamer Niederschlagung der Proteste einstellt. Damit ernsthaft an einer Lösung über das konfiszierte Eigentum der Kirche verhandelt werden kann, das der Grund für den jahrelangen Streit ist. Die vietnamesische Regierung muss ihre eigenen Gesetze und internationale Gesetze, die sie unterzeichnet hat, respektvoll achten. Sie muss sich verpflichten, danach zu handeln. Es muss sofort zu festen und konkreten Maßnahmen zur Verhinderung weiterer religiöser Menschenrechtsverletzungen kommen. Dies gilt auch für die Anhänger von anderen religiösen Gemeinschaften. Sie müssen in der Anerkennung ihre Rechte, ihre Religionen frei von Belästigung und Unterdrückung praktizieren können. Schon für einen allzu langen Zeitraum haben Menschen wegen des Glaubens gelitten und wurden unter der Regierung von Hanois repressiver und brutaler Herrschaft verfolgt.

Wir hoffen auf Ihre erfolgreichen Bemühungen für Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Religionsfreiheit für das vietnamesische Volk und seine Kirche.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Glück und Gottes Segen für Sie und Ihre Familie.

Hochachtungsvoll


Pater Augustinus Son Ha Pham OSB Pater Claudius Bals (Prior)

Unterschrift Unterschrift und Stempel
St. Ottilien, 27.09.2008


Sincerely,

The Undersigned

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The Religious and Human rights In VietNam Petition to Bundeskanzleramt was created by Pater Augustinus Son Ha Pham OSB Pater Claudius Bals (Prior) and written by Pater Augustinus Son Ha Pham OSB (thucallstate@hotmail.com).  This petition is hosted here at www.PetitionOnline.com as a public service. There is no endorsement of this petition, express or implied, by Artifice, Inc. or our sponsors. For technical support please use our simple Petition Help form.

tags:   Ha   thai  

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